Erfolg können die Handballer des SCW auch bei ihren Schiedsrichterwesen verbuchen und vorweisen!

SR-wesen 

 

Münster. Zuerst geht’s um die Regeln, danach zum Kegeln. Der internen Weiterbildung folgt das gemeinsame Grillen. Sport und Geselligkeit, Pflicht und Kür – auch im Schiedsrichterwesen gehören diese Dinge zusammen. Und wenn das intensiv gepflegt wird, braucht sich ein Verein keine Sorgen um genügend Unparteiische zu machen. Bestes Beispiel: Westfalia Kinderhaus. Vor zwei Jahren meldete der Handballclub neun „Pfeifenmänner“, aktuell sind es bereits 20. Zehn mehr als das Soll, und die Tendenz ist steigend.

Väter des Aufschwungs sind Eduard Leufgen und Jörg Wesemann, die vor zwei Jahren in Kinderhaus den Posten der Schiedsrichterwarte übernommen haben und mit neuem Leben erfüllte. Raus aus dem Abseits, rein in den Verein – so lautete seine Devise, den Unparteiischen ein neues Wir-Gefühl zu vermitteln. Nach Leufgens Ansicht hatten die Schiedsrichter bislang zu wählen, ob sie nur „Stiefkinder oder notwendiges Übel“ im Verein seien. So richtig ernstgenommen oder gar aufgehoben habe man sich nicht gefühlt. Das ist vorbei, die Schiris sind „in“.

 

Auch deshalb, weil bei der Westfalia die Aus- und Weiterbildung konsequent betrieben wird. Intern werden Regeltests durchgeführt, Probleme besprochen und die Praxis geprobt. Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren werden mit dem sogenannten „begleiteten Pfeifen“ von einem erfahrenen Schiedsrichter unterstützt und bei solchen Spielen eingesetzt, die in der Regel ohne Referee über die Bühne gehen. Leufgen: „Dabei merkt man sehr schnell, wer mit Freude bei der Sache ist und sich zum Schiedsrichter eignet.“ Danach werden diese jungen Aspiranten beim Handballkreis ausgebildet und bleiben in aller Regel auch lange bei der Stange.

 

Finanziell bescheiden sich in Kinderhaus die gestandenen Schiedsrichter mit dem Fahrkostenanteil, während die Jüngeren den vollen Gebührensatz erstattet bekommen. Ein Anreiz, mehr nicht. „Aber das kommt an. Weil die Jüngeren in der Regel eher darauf angewiesen sind als wir Älteren“, verdeutlicht der 69-jährige Leufgen.

 

In Kinderhaus sind weitere Unparteiische bei den Handballern willkommen. Mit dem Stamm von 20 verfügt man quantitativ und auch qualitativ über ein mehr als solides Fundament. Zeiten, in denen für fehlende Schiris viel Strafgeld gezahlt werden musste, sind längst passé.

 

Das freut Leufgen und die Westfalia. Und auf diesem Weg möchte er alle Kollegen ermuntern, in ihren Clubs ähnlich zu verfahren. Vielleicht wäre dann schon bald das Schiedsrichter-Problem komplett gelöst.


Wir sind ein starkes Team und wünschen uns noch weitere Schiedsrichter, besonders auch weibliche. In unserer Runde sind Personen die SR sein möchten, herzlich willkommen. 

Wir sind uns aber sicher: Weitere Erfolge im Schiedsrichterwesen  werden kommen! Also: Mach mit!