Finish-Niederlage für 1. Damen in Nettelstedt
Wir waren ganz nah dran – am ersten Sieg gegen eine Spitzenmannschaft der Verbandsliga. Aber eben nur dran: beim TuS Nettelstedt II mussten wir letztendlich in eine 25:27-Niederlage einwilligen nach einer 15:12-Halbzeitführung für uns. Noch in der 58. Minute stand es 24:24, ehe sich die Gastgeberinnen mit 26:24 absetzten und diese Führung in Ziel brachten. Und so schlichen unsere Spielerinnen ein bisschen wie die berühmten begossenen Pudel vom Feld. Dass es insgesamt eins unserer besseren Spiele war, mag da wenig trösten – weil wenigstens der hoch verdiente eine Punkt uns dann doch versagt blieb.
Für die erste Halbzeit gilt es jedoch erst mal Anerkennung zu verteilen. Da präsentierten wir uns in der Abwehr äußerst engagiert und hellwach und setzten den Nettelstedter Angriff, immerhin der erfolgreichste der Liga, mächtig unter Druck. Die Abwehr um die agile Kristin Duwenbeck holte sich ein halbes Dutzend Bälle, dann gings flott nach vorne und dort wurde erfolgreich abgeschlossen. Besonders die quirlige Rechtsaußen Anna Vössing und die schnelle Anna Klapdor sorgten dafür, dass wir meistens in Führung lagen. Und auch nach dem Seitenwechsel hatten wir lange die Nase vorn. Nettelstedt glich immer wieder aus, aber wir legten in dem durchaus niveauvollen Verbandsliga-Match immer wieder vor bis in die dramatische Schlussphase hinein.
Letztendlich müssen wir auch selbstkritisch anmerken, dass nach dem Seitenwechsel uns doch etwas die spielerische Linie verloren ging und vor allem zu überhastet abgeschlossen wurde. Zudem häuften sich in der Abwehr die Übernahme- und Abspracheprobleme, was den Nettelstedterinnen immer wieder den Durchbruch zum Kreis ermöglichte. In den Schlussminuten fehlten uns dann Kristin Duwenbeck und Ute Janssen, die beide angeschlagen auf der Bank bleiben mussten. Und es fehlte letztlich auch ein bisschen Schieri-Glück: das bis dahin sehr gut leitende Gespann aus dem Kreis Lippe traf innerhalb von wenigen Minuten drei ziemlich kuriose Entscheidungen gegen uns, die uns schon heftig weh taten.
Festzuhalten bleibt: starke kämpferische Vorstellung, im spielerischen Bereich überwogen die positiven Eindrücke, aber gegen eine erfahrene Spitzenmannschaft wie Nettelstedt muß halt alles über 60 Minuten passen, um zu gewinnen. Aber das wird es in dieser Saison noch mal, davon sind alle überzeugt.
Es spielten: Nölker; Duwenbeck (4), Klapdor (6), Rape, Nauermann (2), Vössing (7), Janssen, Brinkhus (3/1), Bode, Krabbenhöft (1), Peterm,ann (2).